Echtzeitsperrungen: Unterschied zwischen den Versionen Versionsgeschichte

(Korrekturen/Ergänzungen)
K (Korrekturen)
Zeile 5: Zeile 5:
= Verwendung =
= Verwendung =


Echtzeitsperrungen sollten verwendet werden, wenn befahrbare Segmente zeitweilig gesperrt sind und ansonsten keine Änderungen (wie zum Beispiel Abbiegebeschränkungen) vorgenommen werden müssen. Diese Sperrungen werden dann sofort in der App und in der Live Map mit Sperr-Icons und rot-weiß gestreift als gesperrt angezeigt, ein Kartenupdate ist also nicht notwendig. Aus Gründen der Sicherheit (keine Kartenänderung notwendig) und Sichtbarkeit (in der App und der Live Map) sind Echtzeitsperrungen die bevorzugte Methode zum Sperren von Straßen.
Echtzeitsperrungen sollten verwendet werden, wenn befahrbare Segmente zeitweilig gesperrt sind und ansonsten keine Änderungen (wie zum Beispiel Abbiegebeschränkungen) vorgenommen werden müssen. Diese Sperrungen werden dann sofort in der App und in der Live Map mit Sperr-Icons und rot-weiß gestreift als gesperrt angezeigt, ein Kartenupdate ist also nicht notwendig. Aus Gründen der Sicherheit (keine Kartenänderung notwendig), Aktualität (sofort wirksam) und Sichtbarkeit (in der App und der Live Map) sind Echtzeitsperrungen die bevorzugte Methode zum Sperren von Straßen.


Echtzeitsperrungen können auf verschiedenen Wegen Eingang in die Karte beziehungsweise die Navigation finden:
Echtzeitsperrungen können auf verschiedenen Wegen Eingang in die Karte beziehungsweise die Navigation finden:
Zeile 22: Zeile 22:




= Sicherheit und Sichtbarkeit =
= Sicherheit, Aktualität und Sichtbarkeit =


Der Einsatz von Echtzeitsperrungen zur Steuerung der Navigation hat gegenüber Beschränkungen mehrere Vorteile:
Der Einsatz von Echtzeitsperrungen zur Steuerung der Navigation hat gegenüber Beschränkungen mehrere Vorteile:

Version vom 19. November 2018, 19:33 Uhr

Zurück zur Anleitung

Straßen müssen in der Karte oft gesperrt werden. Die Gründe dafür sind vielfältig: geplante Baustellen und Veranstaltungen, Unfälle und Feuerwehreinsätze, Naturkatastrophen. Diese Sperrungen werden Echtzeitsperrung genannt, gebräuchliche Bezeichnungen sind auch Closure oder Real-Time Closure beziehungsweise die Abkürzung RTC.

Verwendung

Echtzeitsperrungen sollten verwendet werden, wenn befahrbare Segmente zeitweilig gesperrt sind und ansonsten keine Änderungen (wie zum Beispiel Abbiegebeschränkungen) vorgenommen werden müssen. Diese Sperrungen werden dann sofort in der App und in der Live Map mit Sperr-Icons und rot-weiß gestreift als gesperrt angezeigt, ein Kartenupdate ist also nicht notwendig. Aus Gründen der Sicherheit (keine Kartenänderung notwendig), Aktualität (sofort wirksam) und Sichtbarkeit (in der App und der Live Map) sind Echtzeitsperrungen die bevorzugte Methode zum Sperren von Straßen.

Echtzeitsperrungen können auf verschiedenen Wegen Eingang in die Karte beziehungsweise die Navigation finden:

  • Hinzufügen im WME (nur Editoren ab Level 3),
  • Meldung eines MTE (Major Traffic Event - Wichtiges Verkehrsereignis),
  • Meldung über ein regionales Sperrformular,
  • Meldung direkt in der App während der Fahrt.


Editoren können auf unterschiedliche Art und Weise über Sperrungen informiert werden:

  • UR und MP von anderen Wazern aus der App,
  • eigene Kenntnisse von lokalen, regionalen und überregionalen Veranstaltungen und Ereignissen,
  • Meldungen, Informationen und Anfragen aus der eigenen Community (Forum, WME-Chat, PM),
  • Information durch das Waze Major Traffic Event Team,
  • Auswertung des regionalen Sperrformulars (nur zutreffend für einige Country Manager).


Sicherheit, Aktualität und Sichtbarkeit

Der Einsatz von Echtzeitsperrungen zur Steuerung der Navigation hat gegenüber Beschränkungen mehrere Vorteile:

  • das Routing über einzelne oder mehrere Segmente wird unterbunden, ohne dass der aktuelle Stand der Karte (Straßenkategorien, Kreuzungen, bestehende Beschränkungen) verändert werden muss,
  • die History (Änderungsgeschichte) der Segmente wird nicht verändert und der letzte echte Bearbeiter wird weiter angezeigt,
  • beim Eintrag einer Echtzeitsperrung wird diese unmittelbar ohne Warten auf ein Kartenupdate wirksam,
  • beim Entfernen einer Echtzeitsperrung wird das Routing über das betroffene Segment/die betroffenen Segmente ohne Warten auf ein Kartenupdate sofort wieder möglich,
  • mit Echtzeitsperren belegte Segmente unterliegen einer ständigen Evaluierung, wird genug Durchgangsverkehr festgestelle, hebt das System die Sperrung zeitweilig auf bis der Verkehr wieder zum Erliegen kommt, so dass fälschlicherweise gesetzte Sperren automatisch nach wenigen Minuten deaktiviert werden,
  • Echzeitsperren sind in der App und in der Live Map sichtbar und unterstützen so sowohl die Nutzer, die Waze nur als sich bewegende Karte mit Standortanzeige nutzen als auch die Routenplanung vor Antritt der Fahrt,
  • Echtzeitsperrungen werden im WME auffällig farblich und mit Icons dargestellt.


Eintrag im WME

Echtzeitsperrungen können im WME von Editoren ab Level 3 gesetzt werden, sofern sie die betroffenen Segmente generell bearbeiten dürfen (Locking) und diese in ihrem Gebiet liegen. Dazu müssen außerdem der Layer "Sperrungen" aktiviert und alle anderen vorher vorgenommenen Änderungen gespeichert sein.

Der Eintrag erfolgt in mehreren Schritten:

  1. Markieren der zu sperrenden Segmente (mehrere mit gedrückter STRG-Taste)
  2. Umschalten auf den Tab "Sperrungen" im linken Panel
  3. Button "Sperrung hinzufügen" und Eintrag der Informationen
  4. Speichern mit dem Button "Hinzufügen"
  5. Kontrolle der eingetragenen Sperrung

Beschreibung

Die Beschreibung ist kurz und eindeutig zu wählen, meist reichen ein oder zwei Worte (Beispiele: Bauarbeiten, Feuerwehreinsatz, Wartungsarbeiten, Unfall, Oktoberfest, Berlin Marathon), wurde für die Sperrungen zuvor ein Event angelegt, sollte hier der Eventname verwendet werden.

Fahrtrichtung

Die Fahrtrichtung ist nach den Erfordernissen der Sperrung auszuwählen. Müssen nur einzelne Fahrtrichtungen mehrerer Segmente gesperrt werden, die nicht einheitlich in eine Richtung von A nach B oder umgekehrt verlaufen, ist die Segmentauswahl anzupassen und die Sperrung in mehreren Schritten einzutragen.

Datum und Uhrzeit

Der Eintrag des Datums erfolgt im Format YYYY-MM-DD (Y = Jahr, M = Monat, D = Tag), der Eintrag der Uhrzeit im Format HH:MM (H = Stunde, M = Minute). Prinzipiell ist es zwar möglich, den Beginn einer Sperrung auch rückwirkend einzutragen, dies hat aber keinerlei Auswirkungen auf die Navigation und ist somit nicht notwendig.
Soll eine Sperrung sofort wirksam werden, kann die vom System vorgegebene aktuelle Zeit übernommen werden, bei erst in der Zukunft beginnenden Sperrungen sind Datum und Zeit des Beginns entsprechend einzutragen. Beim Termin für das Ende der Sperrung ist darauf zu achten, dass 00:00 Uhr nicht das Ende eines Tages, sondern den Beginn darstellt. Ist eine Sperrung bis Mitternacht notwendig, muss 23:59 als Uhrzeit eingetragen werden.

Ereignis

Wurde für eine Sperrung vorab ein Event angelegt, ist dieses auszuwählen, ansonsten der Standardeintrag "None". Im Event-Modus des WME werden bei Auswahl eines Events dann alle zugehörigen Sperrungen zusammen angezeigt, was eine spätere Bearbeitung vereinfacht.

Speichern

Die Sperrung wird übenommen, sobald auf den Button "Hinzufügen" geklickt wird.

Kontrolle und Anzeige

Eine korrekt eingetragene und sofort wirksame Sperrung wird im WME durch ein rot-weißes Icon in der Art des Verkehrszeichens 267 "Verbot der Einfahrt" dargestellt, schwarze Pfeile geben dabei die gesperrte Fahrtrichtung an. Soll die Sperrung erst zukünftig wirksam werden, ist die Darstellung des Icons grau-weiß.

Besonderheiten im WME

Maximale Dauer

Mit einer Sperrung kann ein Segment maximal für ein Jahr nach Eintragsdatum gesperrt werden. Eine einzelne Sperrung kann nur für den Zeitraum von maximal 183 Tagen eingetragen werden, längere Zeiträume können durch den Eintrag mehrerer, zeitlich aufeinanderfolgender Sperrungen abgedeckt werden.
Diese Einschränkung gilt auch für zukünftige Sperrungen, auch hier ist das späteste Enddatum ein Jahr nach dem Eintragsdatum, unabhängig davon, wann die Sperrung beginnt.

Muss eine Sperrung für einen längeren Zeitraum als ein Jahr im Voraus eingetragen werden, gibt es generell zwei Möglichkeiten:

  1. Einsatz einer zeitlichen Beschränkung
  2. Eintrag der Sperrung für die maximal mögliche Dauer und setzen einer persönlichen Erinnerung, zum Beispiel im eigenen Kalender - gerade bei Langzeitsperrungen kann es sinnvoll sein, Informationen dazu regelmäßig zu evaluieren!

Fehler beim Speichern

Kommt es beim Speichern einer Sperrung zu einer Fehlermeldung "Failed to add road closure" liegt das meist daran, dass Segment-ID kurzfristig geändert wurden. Hintergrund: Echtzeitsperrungen wirken sich direkt auf den Routingserver aus, der auf das jeweils aktuelle Kartenmaterial wie in der App angezeigt zugreift. Haben sich Segment-ID dadurch verändert, dass ursprüngliche Segmente zusammengefügt oder geteilt wurden (zum Beispiel nach dem Anschluss einer neuen Straße), müssen diese Änderungen erst erfasst werden, was normalerweise mit dem nächsten Kartenupdate geschieht. Der aktuelle Stand der Karte kann auf der Waze-Statusseite eingesehen werden. Für Deutschland relevant ist dabe die Angabe unter INTL (kennzeichnet den internationalen Server), dabei ist Last Edit Time der Zeitpunkt, bis zu dem Änderungen erfasst sind.

Kreuzender Verkehr

Wird eine Sperrung für mehrere Segmente eingetragen und ist davon auch kreuzender Verkehr betroffen, muss die Sperrung auch auf angrenzende Segmente ausgedehnt werden. Die Vorgehensweise dabei richtet sich nach der jeweiligen Situation:

  • Bei gesperrten Straßen, die als zwei (in der Regel gegenläufige) Einbahnstraßen eingetragen sind und somit kurze Mittelsegmente haben, sind diese Mitelsegmente in beide Richtungen zu sperren.
  • Bei gesperrten Straßen, die als Zweibahn- oder Einbahnstraßen eingetragen sind und bei denen es für den kreuzenden Verkehr anschließende kurze Segmente gibt (zum Beispiel durch die Anbindung einer Tankstelle auch in der Querstraße), sind diese kurzen Segmente in beide Richtungen zu sperren.
  • Bei gesperrten Straßen, die als Zweibahn- oder Einbahnstraßen eingetragen sind und bei denen es für den kreuzenden Verkehr keine anschließenden kurzen Segmente gibt, sind die anschließenden Segmente auf beiden Seiten der Sperrung jeweils in Fahrtrichtung von der eigentlichen Sperrung weg zu sperren.
  • Bei gesperrten Straßen, die als Zweibahn- oder Einbahnstraßen eingetragen sind und bei denen es für den kreuzenden Verkehr auf einer Seite eine von der Sperrung wegführende Einbahnstraße gibt, ist diese Einbahnstraße zu sperren.
  • Bei gesperrten Straßen, die als Zweibahn- oder Einbahnstraßen eingetragen sind und bei denen es für den kreuzenden Verkehr auf einer Seite eine zur Sperrung führende Einbahnstraße gibt, ist die gegenüberliegende Straße in Fahrtrichtung von der eigentlichen Sperrung weg zu sperren.
  • Bei gesperrten Straßen, die als Zweibahn- oder Einbahnstraßen eingetragen sind und bei denen es auf beiden Seiten der Kreuzung entweder zur Sperrung hin- oder von der Sperrung wegführende Einbahnstraßen gibt, handelt es sich nicht um kreuzenden Verkehr und es sind keine weiteren Sperrungen notwendig.

Kartenkommentar

Es für andere Editoren hilfreich, zu einer längerfristigen Sperrung einen Kartenkommentar anzulegen, in dem zum Beispiel zu Quellen mit Informationen zur Sperrung verlinkt oder der Grund der Sperrung kurz erläutert wird.

Änderung einer Sperrung

Im WME eingetragene Sperrungen können im WME jederzeit geändert werden, die Änderungen werden nach dem Speichern sofort übernommen.

Aufruf

Zum Aufruf einer bereits eingetragenen Sperrung wird das betroffene Segment zuerst markiert (mehrere mit gedrückter STRG-Taste) und dann auf den Tab "Sperrungen gewechselt", dort werden alle für das Segment eingetragenen Sperrungen aufgelistet. Beim Überfahren eines Eintrags werden zwei Symbole angezeigt, mit dem Stift-Symbol wird die Sperrung zum Bearbeiten geöffnet.

Bearbeiten und Speichern

Bei der Bearbeitung und beim anschließenden Speichern wird analog zum Ersteintrag verfahren, es gelten die gleichen Regeln - auch eine Änderung ist anschließend zu kontrollieren!

History

Im Gegensatz zur History bei Segmenten und Orten im WME werden nur das Erstell- und das letzte Bearbeitungsdatum eine Sperrung angezeigt.

Löschen einer Sperrung

Im WME eingetragene Sperrungen können im WME jederzeit gelöscht werden, die Löschung wird nach dem Speichern sofort übernommen. Zum Aufruf einer bereits eingetragenen Sperrung wird das betroffene Segment zuerst markiert (mehrere mit gedrückter STRG-Taste) und dann auf den Tab "Sperrungen gewechselt", dort werden alle für das Segment eingetragenen Sperrungen aufgelistet. Beim Überfahren eines Eintrags werden zwei Symbole angezeigt, mit dem Mülleimer-Symbol wird die Sperrung nach einer Sicherheitsabfrage gelöscht.

Tipps und Tricks/WME

Muss eine Sperrung für mehrere Segmente eingetragen werden und es sind dabei sowohl 2-Way als auch 1-Way-Segmente betroffen, kann die Sperrung trotzdem für alle Segmente mit der Fahrtrichtungsauswahl "Zweibahnstraße" vorgenommen werden. Die nach dem Speichern angezeigte Fehlermeldung "Nur manche der Sperrungen wurden gespeichert" (mögliche Zusatzmeldungen "Cannot add road closure since segment forward direction is forbidden" und "Cannot add road closure since segment reverse direction is forbidden") weist nur darauf hin, dass für die 1-Way-Segmente die Sperrung nur für die jeweilige Fahrtrichtung übernommen wurde, außerdem werden dann links auch mehrere Sperrungen aufgelistet, die dann teilweise noch den Hinweis "Diese Sperrungen gelten nur für manche der ausgewählten Segmente" haben. Trotzdem sollte nach dem Erscheinen dieser Fehlermeldung genau kontrolliert werden, ob der Eintrag der Sperrung wie gewünscht erfolgte.

Eintrag in der App

(Text folgt in Kürze!)

Zurück zur Anleitung